
Was der Ort bereits kann.
Nachhaltigkeit beginnt mit dem Verständnis für die Ressourcen eines Ortes. Ein Energieverbund soll nicht nur das Projekt selbst, sondern auch umliegende Gebäude mit Energie versorgen. So nutzen wir vorhandene Infrastruktur und schaffen Mehrwert über die Grundstücksgrenze hinaus.
- Ansatz
- Zuerst den Bestand lesen
- Energie
- Energieverbund, vorgesehen
- Ort
- Baulücke im Dorfkern
- Stand
- In Abklärung
Nachhaltigkeit beginnt mit dem Verständnis für die Ressourcen eines Ortes
Dieser Satz klingt allgemein, meint aber etwas sehr Konkretes: Bevor man Neues plant, schaut man, was schon da ist. Ein Grundstück am Dorfplatz bringt Eigenschaften mit, die man nicht herstellen kann und die auch nicht in einer Materialliste auftauchen. Diese Eigenschaften sind der erste Rohstoff eines Projekts.
Zur Lage: Das Grundstück liegt mitten im Dorf, in Gehdistanz zu Schule, Läden, Arztpraxen und Bahnhof. In Ins halten drei Bahnlinien, dazu kommen Busse nach Erlach und Tschugg. Wer hier wohnt, braucht für viele Wege kein Auto. Das ist ein Nachhaltigkeitsbeitrag, der jeden Tag wirkt und den keine Haustechnik ersetzt.
Zur Sonne und zum Bestand: Ausrichtung, Verschattung durch Nachbargebäude und Bäume, die Höhenlage des Platzes und die vorhandene Substanz bestimmen, wie ein Gebäude überhaupt funktionieren kann. Auch von einer Brandruine bleibt Material, das eine Geschichte hat. Was davon nutzbar ist, ist im Verfahren zu prüfen und lässt sich seriös erst mit einem Vorschlag auf dem Tisch beantworten.
Zur Infrastruktur und zur Nachbarschaft: Wasser, Abwasser, Strom und Zufahrt sind vorhanden, das Dorf ist erschlossen. Rundherum stehen Gebäude, die ihre eigene Heizung betreiben und irgendwann ersetzen müssen. Genau daraus entsteht die Idee des Energieverbunds. Nachhaltigkeit heisst hier: über den Zaun schauen, statt jede Frage auf dem eigenen Grundstück allein zu lösen.
Ein Energieverbund
Ein Energieverbund, oft auch Wärmeverbund genannt, ist im Kern eine einfache Sache: Statt dass jedes Haus im eigenen Keller eine Heizung betreibt, erzeugt eine gemeinsame Anlage die Wärme für mehrere Gebäude. Ein Leitungsnetz mit Vorlauf und Rücklauf bringt sie zu den angeschlossenen Häusern. Dort steht keine Heizung mehr, sondern eine Übergabestation, etwa so gross wie ein Schrank.
Als Quelle kommt in Frage, was am Ort verfügbar ist. Häufig sind das Wärmepumpen mit Erdsonden, die dem Untergrund Wärme entziehen, Anlagen mit Holzschnitzeln aus der Region oder nutzbare Abwärme aus Gewerbe und Abwasser. Oft werden mehrere Quellen kombiniert, damit auch kalte Tage abgedeckt sind. Welche Lösung für Ins die richtige ist, wird im Verfahren geprüft.
Wichtig ist der Massstab. Ein Verbund lohnt sich, wenn genug Wärmebedarf auf kurzer Distanz zusammenkommt. Ein Dorfkern mit dicht stehenden Gebäuden ist dafür eine gute Ausgangslage, ein Streusiedlungsgebiet nicht. Deshalb hängt der Verbund direkt am Standort: Er ist an dieser Adresse denkbar, weil die Nachbarschaft da ist.
- Eine Erzeugung für mehrere Gebäude
- Leitungsnetz statt Heizung in jedem Keller
- Quelle wird im Verfahren geprüft

Was ein Energieverbund leistet
Der Verbund ist vorgesehen, nicht beschlossen. Was er leisten kann, lässt sich trotzdem sauber beschreiben, denn das Prinzip ist erprobt und in vielen Schweizer Dörfern im Einsatz.
Anlagen
Weniger Anlagen, weniger Unterhalt
Zehn Häuser mit zehn Heizungen brauchen zehn Serviceverträge, zehn Kaminfeger oder Wartungsbesuche und irgendwann zehn Ersatzinvestitionen. Ein Verbund bündelt das an einer Stelle. Die zentrale Anlage ist grösser, wird aber fachlich betrieben und läuft näher an ihrem optimalen Punkt als viele kleine Geräte. Für die einzelnen Gebäude bleibt eine Übergabestation, die kaum Platz braucht und wenig Unterhalt verursacht. Der Keller wird frei für anderes.
- 01Eine Anlage statt vieler
- 02Fachlich betrieben
- 03Platz im Gebäude gewonnen
Quelle
Wärme aus erneuerbaren Quellen
Eine zentrale Anlage kann Quellen nutzen, die für ein einzelnes Einfamilienhaus zu aufwendig wären. Erdsonden brauchen eine Bohrbewilligung und einen geeigneten Untergrund, eine Schnitzelfeuerung braucht Lager und Zulieferung, Abwärme braucht einen Abnehmer in der Nähe. Im Verbund lohnt sich dieser Aufwand, weil er sich auf viele Gebäude verteilt. Ziel ist eine Wärmeversorgung ohne fossile Brennstoffe. Welche Quelle es wird, ist offen und Teil der Abklärungen.
- 01Erdsonden, Holzschnitzel oder Abwärme
- 02Kombination möglich
- 03Ziel: ohne fossile Brennstoffe
Investition
Gemeinsame Investition statt Einzellösungen
Eine Heizung ersetzt man, wenn sie kaputt ist, und dann meistens schnell und allein. Ein Verbund kehrt diese Logik um: Man plant einmal gemeinsam und teilt die Investition. Das senkt die Kosten pro angeschlossenem Gebäude und macht den Betrieb über die Jahre kalkulierbar. Für Eigentümerinnen und Eigentümer in der Nachbarschaft heisst das: Sie müssen nicht selbst zur Bauherrschaft einer Energieanlage werden. Die Bedingungen eines Anschlusses sind noch nicht festgelegt.
- 01Kosten auf mehrere Schultern
- 02Kalkulierbarer Betrieb
- 03Bedingungen noch offen
Reserve
Reserve für spätere Anschlüsse
Ein Verbund wird nicht knapp gebaut. Leitungsführung und Leistung werden so ausgelegt, dass weitere Gebäude später dazukommen können, ohne dass die Strasse ein zweites Mal aufgerissen werden muss. Das ist der teure Teil einer solchen Anlage und zugleich der Teil, den man nur einmal richtig machen kann. Wer heute noch eine funktionierende Heizung hat, kann in zehn Jahren anschliessen. Wie viel Reserve vorgesehen wird, ist Teil der Planung und hängt vom Interesse in der Nachbarschaft ab.
- 01Leitungen einmal richtig verlegen
- 02Anschluss später möglich
- 03Umfang wird geprüft
Nachbarschaft
Mehrwert für die Nachbarschaft
Der Nutzen bleibt nicht auf dem Grundstück. Für die Nachbarschaft zählt vor allem eines: Im Kanton Bern ist der Anschluss an ein Wärmenetz aus Abfall, Abwasser oder erneuerbaren Energien beim Heizungsersatz eine anerkannte Standardlösung und verlangt keine Zusatzmassnahme. Ist ein Verbund geplant, aber noch nicht anschliessbar, darf eine fossile Heizung befristet auf höchstens fünf Jahre als Übergangslösung ersetzt werden. Wer angeschlossen ist, spart sich die eigene Anlage und bekommt Wärme aus einer Quelle, die er allein kaum realisieren könnte. Das Dorf gewinnt eine Infrastruktur, die über Jahrzehnte trägt. Und es entsteht etwas, das man einer Heizung sonst nicht zutraut: ein gemeinsames Anliegen. Genau deshalb steht der Verbund in diesem Projekt nicht am Schluss der Liste, sondern am Anfang.
- 01Nutzen über die Parzelle hinaus
- 02Infrastruktur für Jahrzehnte
- 03Anlass für Gespräche im Dorf

Über die Grundstücksgrenze hinaus
Ein Energieverbund soll nicht nur das Projekt selbst, sondern auch umliegende Gebäude mit Energie versorgen. So nutzen wir vorhandene Infrastruktur und schaffen Mehrwert über die Grundstücksgrenze hinaus.
Vier Ebenen
Nachhaltigkeit zerfällt schnell in Schlagworte. Wir sortieren sie deshalb in vier Ebenen, die sich unterscheiden lassen und die man einzeln überprüfen kann.
Ort
Innenentwicklung heisst: bauen, wo bereits gebaut ist. Eine Baulücke im Dorfkern zu schliessen, ist ökologisch etwas anderes, als auf der grünen Wiese am Dorfrand zu bauen. Es braucht keine neue Strasse, keine neue Leitung, kein neues Kulturland. In Ins ist rund zwei Drittel der Gemeindefläche Landwirtschaftsland, das ist ein Argument für sich.
Energie
Vorgesehen ist ein Energieverbund, der das Projekt und umliegende Gebäude versorgt. Ziel ist Wärme aus erneuerbaren Quellen statt aus fossilen Brennstoffen. Welche Quelle das wird und wie gross die Anlage ausgelegt wird, ist in Abklärung. Genauso zählt die Gebäudehülle: Was gut gedämmt ist, braucht wenig, unabhängig davon, woher die Wärme kommt.
Material
Graue Energie ist die Energie, die in Herstellung, Transport und Entsorgung eines Baustoffs steckt. Sie ist beim Bezug bereits verbraucht und lässt sich später durch keine Betriebsoptimierung mehr einsparen. Deshalb sind Wiederverwendung, langlebige Konstruktionen und ein Rückbau mit sauberer Trennung der Baustoffe Teil der Aufgabenstellung. Was am Bestand verwertbar ist, wird im Verfahren geprüft.
Sozial
Ein Haus, das nach zwanzig Jahren leer steht, ist nicht nachhaltig, so gut es auch gedämmt ist. Vorgesehen sind Alterswohnungen, Familienwohnungen und eine Kita im Erdgeschoss, also verschiedene Generationen unter einem Dach. Kurze Wege zu Schule, Läden und Bahnhof gehören dazu. In Ins ist rund jede fünfte Person 65 Jahre oder älter, der Bedarf ist da.
Verdichten statt ausdehnen
Die Siedlungsentwicklung nach innen ist in der Schweiz seit Jahren die erklärte Richtung: Wo bereits gebaut ist, soll besser genutzt werden, statt weiter ins Kulturland zu wachsen. Der kantonale Richtplan Bern hält es im Massnahmenblatt A_07 wörtlich fest: «Im Kanton Bern wird der Grundsatz Innenentwicklung vor Aussenentwicklung verfolgt.» In der Theorie ist das unbestritten. In der Praxis stellt sich sofort die Frage, wie man das tut, ohne einem gewachsenen Dorfkern seinen Massstab zu nehmen.
Eine Brandruine im Dorfkern ist dabei ein Sonderfall. Die Fläche ist nicht neu zu erschliessen, sie ist bereits Teil des Dorfes und liegt an seiner sichtbarsten Stelle. Gleichzeitig lässt sich hier nicht einfach mehr Volumen unterbringen, weil der Ortsbildschutz und das Bauinventar die Spielräume eng führen. Verdichtung heisst an dieser Adresse nicht höher, sondern genauer.
Deshalb ist der Massstab kein Nebenschauplatz, sondern eine Kernfrage des Verfahrens. Wie hoch, wie tief, welche Dachform, welcher Abstand zum Platz: Darüber entscheidet nicht die Rendite, sondern die Beurteilung im Verfahren, zusammen mit den zuständigen Fachstellen. Nichts davon ist heute festgelegt.
- Bestehende Erschliessung nutzen
- Ortsbildschutz und Bauinventar führen den Spielraum
- Massstab wird im Verfahren beurteilt

Was geprüft wird
Diese Liste sagt bewusst nicht, was erreicht wird. Sie sagt, was Gegenstand der Abklärungen ist. Zahlen und Kennwerte gibt es erst, wenn ein Vorschlag vorliegt.
- Wärmeerzeugung
- in AbklärungGeprüft werden Wärmepumpe mit Erdsonden, Holzschnitzel und nutzbare Abwärme, auch in Kombination.
- Anschluss der Nachbarschaft
- vorgesehenUmfang, Zeitpunkt und Bedingungen eines Anschlusses sind noch nicht festgelegt.
- Gebäudehülle
- Teil des VerfahrensDämmung, Fenster und Sonnenschutz werden mit dem Entwurf entwickelt und mit den Fachstellen abgestimmt.
- Materialwahl
- in AbklärungKriterien sind graue Energie, Langlebigkeit, Unterhalt und die spätere Trennbarkeit der Baustoffe.
- Rückbau des Bestands
- in AbklärungZu klären ist, welche Teile der Substanz erhalten oder wiederverwendet werden können und wie der Rest sortenrein zurückgebaut wird. Ab 200 Kubikmetern Bauabfällen sind der Behörde im Baugesuch Angaben zu Art, Menge und Entsorgung zu machen (VVEA Art. 16).
- Aussenraum und Versickerung
- Teil des VerfahrensUmgang mit Regenwasser, Bepflanzung und der Übergang zum Dorfplatz gehören zur Aufgabenstellung.
Es liegen keine Kennwerte, Zertifikate oder Labelzusagen vor. Alle Angaben entsprechen dem aktuellen Planungsstand und sind keine Zusicherung.
Begriffe, kurz erklärt
In Diskussionen über nachhaltiges Bauen fallen immer dieselben Fachwörter. Hier stehen sie in verständlicher Sprache. Die Erklärungen sind allgemein und sagen nichts darüber aus, was für dieses Projekt beschlossen wäre.
- 01Graue Energie
- Die nicht erneuerbare Primärenergie für Rohstoffgewinnung, Herstellung, Transport, Einbau, Ersatz und Entsorgung eines Baustoffs; gerechnet wird sie nach der Norm SIA 2032:2020. Sie ist bereits verbraucht, bevor jemand einzieht, und lässt sich im Betrieb nicht mehr einsparen. Beim modernen Neubau mit guter Hülle und erneuerbarer Wärme entstehen über die Lebensdauer sogar mehr graue als betriebsbedingte Emissionen. Deshalb ist sie heute der entscheidende Hebel.
- 02Ersatzneubau
- Ein bestehendes Gebäude wird zurückgebaut und an seiner Stelle neu gebaut. Das ist der Gegenbegriff zur Sanierung, bei der die Substanz erhalten bleibt. Ökologisch ist ein Ersatzneubau nur dann vertretbar, wenn dabei die Wohnfläche oder die Anzahl Wohnungen deutlich erhöht wird (BAFU und Wüest Partner, 2020), denn sonst geht die im Bestand gebundene graue Energie ohne Gegenwert verloren. Bei geschützten Objekten ist ein Ersatzneubau ohnehin nicht frei wählbar, sondern hängt von der Beurteilung der zuständigen Fachstellen ab.
- 03Innenentwicklung
- Siedlungsentwicklung nach innen: bauen, wo schon gebaut ist, statt neues Kulturland einzuzonen. Baulücken, Brachen und untergenutzte Grundstücke im bestehenden Dorf werden dabei zuerst betrachtet. Der Vorteil liegt in der vorhandenen Erschliessung, die Schwierigkeit im Massstab.
- 04Wärmeverbund
- Eine gemeinsame Wärmeerzeugung versorgt über ein Leitungsnetz mehrere Gebäude. Auch Energieverbund oder Fernwärme im kleinen Massstab genannt. Im angeschlossenen Haus steht statt einer Heizung nur noch eine Übergabestation.
- 05Hindernisfrei und altersgerecht
- Die Schweizer Norm SIA 500 beschreibt, wie Gebäude ohne Hindernisse nutzbar werden: schwellenlose Zugänge, ausreichend breite Türen, erreichbare Bedienelemente, nutzbare Bäder. Sie richtet sich nicht nur an Menschen im Rollstuhl, sondern an alle, denen Stufen zu schaffen machen, vom Kinderwagen bis zum hohen Alter. Für Alterswohnungen ist SIA 500 allerdings nur die Untergrenze. Der eigentliche Massstab sind die Planungsrichtlinien «Altersgerechte Wohnbauten» der Schweizer Fachstelle Hindernisfreie Architektur, die deutlich weiter gehen, etwa bei der Wohnungstür, beim Sanitärraum, bei der nutzbaren Balkonfläche und beim krankentransporttauglichen Lift.
- 06GEAK
- Der Gebäudeenergieausweis der Kantone. Er zeigt in Klassen von A bis G, wie gut die Gebäudehülle ist und wie viel Energie ein Gebäude im Betrieb braucht. Der GEAK bewertet ein bestehendes oder geplantes Gebäude, er ist keine Bauvorschrift.
- 07Minergie
- Ein Schweizer Baustandard mit freiwilliger Zertifizierung. Er stellt Anforderungen an Gebäudehülle, Lufterneuerung und Energiebedarf und kennt mehrere Stufen. Ein Gebäude kann energetisch gut sein, ohne zertifiziert zu sein, und eine Zertifizierung ist immer eine bewusste Entscheidung der Bauherrschaft.
- 08Kreislaufbau
- Der Versuch, Baustoffe im Kreis zu führen statt zu deponieren. Dazu gehören die Wiederverwendung ganzer Bauteile, Konstruktionen, die sich später wieder trennen lassen, und ein Rückbau, bei dem sortenrein sortiert statt gemischt abgebrochen wird. Der Begriff wird oft weiter gefasst, gemeint ist im Kern: nichts Brauchbares wegwerfen.
Diese Begriffe erklären den Rahmen. Was davon im Projekt Bären umgesetzt wird, entscheidet sich im Verfahren.
Häufige Fragen zur Nachhaltigkeit
Fehlt Ihnen eine Antwort? Schreiben Sie uns, wir nehmen die Frage auf.
Kommt der Energieverbund sicher?
Nein, sicher ist er nicht. Vorgesehen ist er, und er ist ein zentraler Teil des Projektgedankens. Ob und in welcher Form er realisiert werden kann, hängt von der geeigneten Wärmequelle, von der Bewilligungsfähigkeit und vom Interesse in der Nachbarschaft ab. Diese Punkte sind in Abklärung, und wir werden das Ergebnis hier offen kommunizieren, auch wenn es anders ausfällt als erhofft.
Kann ich mein Haus anschliessen?
Ein Anschluss umliegender Gebäude ist ausdrücklich vorgesehen, das ist der Sinn eines Verbunds. Bedingungen, Kosten und Zeitpunkt sind heute noch nicht festgelegt, weil weder die Wärmequelle noch die Dimensionierung feststehen. Wenn Sie in der Nachbarschaft wohnen und grundsätzlich Interesse haben, melden Sie sich bitte. Ihr Interesse hilft bei der Auslegung der Anlage, und Sie werden informiert, sobald es konkrete Angaben gibt.
Wird das Gebäude zertifiziert?
Dazu gibt es heute keine Zusage. Labels wie Minergie oder Bewertungen wie der GEAK sind freiwillig und werden bewusst entschieden, meist erst, wenn ein Projekt technisch weit genug ist. Wir nennen kein Label, das wir nicht halten können. Sobald ein Entscheid vorliegt, steht er auf dieser Seite.
Was passiert mit der bestehenden Bausubstanz?
Das Gebäude ist seit Juni 2022 eine Brandruine. Was von der Substanz erhalten, wiederverwendet oder zurückgebaut wird, ist eine der Kernfragen des Verfahrens und wird zusammen mit den zuständigen Fachstellen und Ingenieuren beurteilt. Bei einer Brandruine ist die Ausgangslage besonders: Der Restwert des Bestands und die darin gebundene graue Energie sind bereits vernichtet, eine erhaltungsfähige Alternative gibt es in diesem Umfang nicht. Optimierbar bleiben Materialwahl, Kompaktheit, biogene Baustoffe, Systemtrennung und die Wiederverwendung dessen, was noch brauchbar ist. Wo ein Rückbau nötig ist, heisst das systematische Demontage mit sortenreiner Trennung und nicht Abbruch. Eine Antwort darauf gibt es erst mit einem Vorschlag auf dem Tisch. Die Bodenanalysen haben ergeben, dass sich keine gefährlichen Substanzen im Boden befinden. Weiter sind wir in Abklärung, ob Teile des Baumbestands gesichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder gepflanzt werden können. Bei den bisherigen Besichtigungen sind lediglich kleinere Einzelstücke mit Erinnerungswert aufgefallen. Diese werden wir sicherstellen und zu einem späteren Zeitpunkt für Interessierte bereitstellen.
Warum steht hier keine einzige Kennzahl?
Weil es keine gibt, die belegt wäre. Kilowatt, Prozentsätze und Energiekennzahlen entstehen aus einem konkreten Projekt, und dieses Projekt ist noch nicht entworfen. Zahlen, die man heute schreiben könnte, wären geschätzt und damit wertlos. Wir liefern sie nach, wenn sie gerechnet sind.
Interesse an einem Anschluss?
Ob Sie in der Nachbarschaft wohnen, sich für eine Wohnung interessieren oder eine Frage zum Energieverbund haben: Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.
Interessierte werden in der Reihenfolge ihrer Kontaktaufnahme berücksichtigt.









