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Historischer Dorfkern mit Gasthaus im warmen Abendlicht
Projekt Bären

Ein Ort. Eine Geschichte. Eine Zukunft.

Im Herzen von Ins entsteht mit dem Projekt Bären ein neuer Ort für unterschiedliche Generationen.

Standort
Dorfplatz, Ins BE
Nutzung
Wohnen, Kita, Energie
Architektur
Cibolini Architektur GmbH
Stand
In Entwicklung
Alterswohnungen
10AlterswohnungenIm Eigentum
Familienwohnungen
2FamilienwohnungenIm Eigentum
Kita im Erdgeschoss
1Kita im ErdgeschossTrägerschaft noch nicht geregelt
Energieverbund für Projekt und Umgebung
1Energieverbund für Projekt und UmgebungTechnik wird im Lauf der Planung festgelegt

Alle Angaben entsprechen dem Planungsstand vom August 2026. Das Projekt befindet sich in Entwicklung. Zahlen, Aufteilung und Nutzungen können sich im Workshopverfahren noch verändern. Es ist kein Baugesuch eingereicht und keine Baubewilligung erteilt.

Der Standort

Im Herzen von Ins

Das Areal liegt am Dorfplatz in Ins, mitten im Berner Seeland. Der Dorfplatz ist kein Randstück, sondern die Mitte der Gemeinde. Hier hat die Gemeindeverwaltung ihre Adresse, hier laufen die Wege aus den Quartieren zusammen, hier bleibt man stehen und spricht miteinander.

Im Bundesinventar heisst dieser Platz nach dem Haus, dessen Ruine heute an ihm steht: Das ISOS beschreibt Ins als «Typisches Vielfingerdorf mit zentralem Bärenplatz» (ISOS, Bundesamt für Kultur). Der Bären ist damit nicht ein Gebäude am Platz, er ist dessen Namensgeber. Deshalb wiegt diese Lücke schwerer als eine Baulücke sonst wiegt.

Genau deshalb beschäftigt diese eine Parzelle das ganze Dorf. Ein leeres Grundstück am Ortsrand fällt kaum jemandem auf. Eine Brandruine an der wichtigsten Adresse der Gemeinde sieht jede und jeder, jeden Tag, seit Jahren. Wer in Ins einkauft, zur Schule geht oder auf den Zug wartet, kommt daran vorbei.

Dazu kommt der Rahmen, in dem hier gebaut wird. Ins ist ein Ortsbild von nationaler Bedeutung. Das ist keine Formsache: Das Baureglement der Gemeinde kennt eigene Ortsbildschutzgebiete, und für Objekte des Bauinventars ist die Kantonale Denkmalpflege die beurteilende Fachstelle. Wer hier baut, baut in einem Zusammenhang, der älter ist als jedes einzelne Haus.

Für uns heisst das: Das Projekt Bären beginnt nicht mit einem Entwurf, sondern mit dem Ort. Mit der Frage, was der Dorfplatz verträgt, was ihm fehlt und was er längst kann. Die Antworten darauf suchen wir nicht allein, sondern zusammen mit der Gemeinde und den Fachstellen.

Gemeinde
Ins, französisch Anet
Postleitzahl
3232
Verwaltungskreis
Seeland, Kanton Bern
Ortsbild
Von nationaler Bedeutung
Die Geschichte

Was hier stand

Am Dorfplatz in Ins stand das Hotel-Restaurant Bären. Der Wirt Ruedi Walter führte den Betrieb knapp fünfzig Jahre lang. Ein Gasthof am Dorfplatz ist in einem Dorf wie Ins nie nur ein Restaurant: Er ist Treffpunkt, Vereinslokal und Saal für die Anlässe, die ein Dorf zusammenhalten.

Am 21. Juni 2022 brannte das Gebäude. Rund 120 Feuerwehrleute standen im Einsatz. Der Dachstock brannte vollständig aus, der Übergriff auf die Nachbargebäude konnte verhindert werden. Niemand wurde verletzt. Das Haus war zu diesem Zeitpunkt leer und im Umbau.

Seither steht am Dorfplatz eine Brandruine. Das Gebäude ist ein geschütztes Objekt. Im August 2026 haben die Immobilien Entwickler OLD FOR YOUNG das Areal gekauft. Damit ist der Stillstand zu Ende, und die Arbeit fängt an.

  • 21. Juni 2022: Brand im Hotel-Restaurant Bären am Dorfplatz
  • Rund 120 Feuerwehrleute im Einsatz, niemand wurde verletzt
  • Dachstock vollständig ausgebrannt, Nachbargebäude blieben verschont
Fassade eines alten Dorfgasthauses mit Fensterläden
Ein Gasthof am Dorfplatz prägt einen Ort stärker als jedes andere Haus. Die Aufnahme zeigt ein Dorfgasthaus, nicht das Gebäude in Ins.
Dorfplatz mit Brunnen und alten Bäumen
Die Absicht

Wo heute noch die Brandruine steht, soll wieder Leben entstehen.

Nicht als isoliertes Gebäude, sondern als Teil des Dorfes. Ein Haus am Dorfplatz gehört zum Platz, und der Platz gehört den Menschen, die dort wohnen.

Das Programm

Was entstehen soll

Sechs Bausteine, die zusammengehören. Keiner davon funktioniert allein, und keiner davon ist heute schon in jedem Detail entschieden.

  1. Wohnen

    Zehn Alterswohnungen

    Den grössten Teil des Hauses sollen Wohnungen für ältere Menschen einnehmen. Gedacht sind sie für Leute aus Ins, die ihr Haus abgeben möchten, aber nicht ihr Dorf. Vorgesehen sind zehn Einheiten im Eigentum.

    • 01Zehn Einheiten vorgesehen
    • 02Im Eigentum
    • 03Grundrisse und Preise noch offen
  2. Wohnen

    Zwei Familienwohnungen

    Ein Haus, in dem nur eine Generation wohnt, ist noch kein Stück Dorf. Deshalb sind zwei Familienwohnungen vorgesehen, die verkauft werden sollen. Sie stehen bewusst im selben Projekt wie die Alterswohnungen und nicht in einem eigenen Gebäude nebenan. Wer sich am Morgen im Treppenhaus begegnet, kennt sich nach einem Jahr.

    • 01Zwei Wohnungen im Eigentum
    • 02Im selben Projekt wie die Alterswohnungen
    • 03Zimmerzahl noch nicht festgelegt
  3. Erdgeschoss

    Eine Kita im Erdgeschoss

    Im Erdgeschoss ist eine Kita vorgesehen. Sie bringt am Morgen und am Abend Menschen an den Platz und macht aus einer Adresse einen Alltag. Für die Alterswohnungen im gleichen Haus ist sie der kürzeste Weg zu Kindern, die man sonst nur am Telefon hört. Trägerschaft, Grösse und Betrieb sind noch nicht geregelt.

    • 01Im Erdgeschoss geplant
    • 02Trägerschaft noch nicht geregelt
    • 03Abstimmung mit den Angeboten im Dorf
  4. Parkieren

    Eine Einstellhalle mit 16 Plätzen

    Um den Dorfplatz zu entlasten, sind 16 Einstellhallenplätze geplant. Die vier Parkplätze, die heute schon vorhanden sind, können weiterhin vom Dorfkern genutzt werden, um Kinder abzuladen oder um kurz einzukaufen.

    • 0116 Einstellhallenplätze geplant
    • 02Entlastet den Dorfplatz
    • 03Vier bestehende Parkplätze bleiben für den Dorfkern
  5. Energie

    Ein Energieverbund

    Nachhaltigkeit beginnt mit dem Verständnis für die Ressourcen eines Ortes. Ein Energieverbund soll nicht nur das Projekt selbst, sondern auch umliegende Gebäude mit Energie versorgen. So nutzen wir vorhandene Infrastruktur und schaffen Mehrwert über die Grundstücksgrenze hinaus. Welche Technik am Ende zum Einsatz kommt, wird im Lauf der Planung entschieden.

    • 01Versorgt Projekt und umliegende Gebäude
    • 02Nutzt vorhandene Infrastruktur
    • 03Technik noch nicht festgelegt
  6. Begegnung

    Ein Erdgeschoss, das dem Dorf gehört

    Gute Entwicklung beginnt mit Zuhören. Das Projekt Bären schafft Raum für Begegnung, Austausch und ein Miteinander der Generationen. Entschieden wird das im Erdgeschoss: Was dort passiert, entscheidet, ob ein Haus am Platz steht oder ob es zum Platz gehört. Welche Nutzungen neben der Kita dazukommen, ist Teil des Workshopverfahrens.

    • 01Geschichten teilen, gemeinsam wachsen
    • 02Nutzungen Teil des Workshopverfahrens
    • 03Ergebnisse werden offen kommuniziert
Ortsbild und Verfahren

Teil des Dorfes, nicht Fremdkörper

Ins ist ein Ortsbild von nationaler Bedeutung, und das Baureglement der Gemeinde kennt eigene Ortsbildschutzgebiete. Für Objekte des Bauinventars ist die Kantonale Denkmalpflege die beurteilende Fachstelle. Beim Bären gilt beides: Er steht mitten im Dorfkern, und er ist ein geschütztes Objekt.

Öffentlich festgehalten ist auch, wie es weitergehen soll. Der Wiederaufbau wird in Workshops zusammen mit dem Denkmal- und Heimatschutz, den Investoren und der Gemeinde geplant. Das dauert länger als ein Entwurf am Zeichentisch, und genau das ist der Punkt.

Damit sich das Projekt bestmöglich in das Ortsbild von Ins integriert, arbeiten wir gemeinsam mit der Gemeinde. Das Architekturbüro Cibolini Architektur GmbH erarbeitet mit der Gemeinde einen Workshop. Eine mehrköpfige Jury begleitet den Prozess und bringt unterschiedliche Perspektiven ein.

So entsteht Architektur nicht nur für den Ort, sondern aus dem Verständnis für den Ort. Und so lässt sich später auch nachvollziehen, warum ein Haus so aussieht, wie es aussieht.

  • Ortsbild von nationaler Bedeutung
  • Kantonale Denkmalpflege als beurteilende Fachstelle
  • Workshops mit Denkmal- und Heimatschutz, Investoren und Gemeinde
  • Mehrköpfige Jury begleitet den Prozess
Menschen diskutieren vor einer Wand mit Plänen
Im Workshopverfahren sitzen Fachstellen, Gemeinde und Bauherrschaft am selben Tisch.
Bilder

Wovon wir reden

Das Projekt ist in Entwicklung. Es gibt noch keine Visualisierungen, die etwas versprechen könnten. Diese Bilder zeigen deshalb nicht das künftige Haus, sondern das, worum es geht.

Grossmutter und Kind pflanzen gemeinsam im Garten
Ein Miteinander der Generationen ist der Kern des Projekts.
Helle Wohnung mit Sessel und Blick auf den Balkon
Wohnungen für ältere Menschen: Grundrisse und Ausbau sind noch nicht festgelegt.
Heller Kita-Raum mit spielenden Kindern
Die Kita im Erdgeschoss bringt Alltag an den Dorfplatz.
Technikraum mit Wärmeerzeugung
Der Energieverbund soll über die Grundstücksgrenze hinaus wirken.
Menschen im Gespräch vor einem Haus
Nachbarschaft entsteht nicht im Plan, sondern im Erdgeschoss.

Endlich geht es vorwärts.

Kurt Stucki, Gemeindepräsident von Ins, Berner Zeitung, August 2026

Fragen aus dem Dorf

Was uns in Ins gefragt wird

Ehrliche Antworten, auch dort, wo die Antwort noch offen ist. Was wir nicht wissen, schreiben wir nicht.

Was passiert mit der Brandruine?

Initiant des Projekts Bären Ins war Salvatore Cibolini, der seine Kindheit in Ins verbrachte und immer noch stark mit Ins verbunden ist. Er motivierte die Immobilien Entwickler OLD FOR YOUNG, die die Brandruine im August 2026 kauften. Der Wiederaufbau wird in Workshops zusammen mit dem Denkmal- und Heimatschutz, den Investoren und der Gemeinde geplant. Was von der Bausubstanz erhalten werden kann und was nicht, entscheidet sich in diesem Verfahren zusammen mit der Kantonalen Denkmalpflege. Sobald dazu ein Ergebnis vorliegt, kommunizieren wir es hier.

Wann wird gebaut?

Der Zeitplan sieht vor: Projektstart im August 2026, Workshopphase bis Februar 2027, ordentliche Baueingabe bis Juli 2027, Baustart im Oktober 2027 und Einzugstermin im Oktober 2028. Das ist eine Planung und keine Zusage. Es ist bis heute kein Baugesuch eingereicht und keine Baubewilligung erteilt. Verschiebungen sind bei einem Projekt in dieser Lage möglich, und wir werden sie offen kommunizieren.

Bleibt der Charakter des Dorfplatzes erhalten?

Das ist der Massstab, an dem das Projekt gemessen wird. Ins ist ein Ortsbild von nationaler Bedeutung, das Baureglement der Gemeinde kennt eigene Ortsbildschutzgebiete, und für Objekte des Bauinventars beurteilt die Kantonale Denkmalpflege das Vorhaben. Ein Neubau, der sich nicht in diesen Rahmen fügt, ist nicht in unserem Interesse.

Gibt es wieder eine Gastronomie im Bären?

Nein, es werden in erster Linie Alterswohnungen und Familienwohnungen entstehen. Angedacht ist eine Kita, ganz im Sinne von OLD FOR YOUNG.

Wie werde ich über den Stand informiert?

Über diese Website. Wir halten den Stand des Projekts hier fest, auch dann, wenn es nichts Erfreuliches zu berichten gibt. Dazu kommt die ordentliche Information über die Gemeinde, sobald das Verfahren die entsprechenden Schritte erreicht. Wer regelmässig informiert werden möchte, schreibt uns eine kurze Nachricht, dann nehmen wir die Adresse auf.

Kann ich mich für eine Wohnung vormerken lassen?

Ja, Sie können Ihr Interesse jederzeit anmelden. Interessierte werden in der Reihenfolge ihrer Kontaktaufnahme berücksichtigt. Eine Vormerkung ist keine Reservation und kein Vertrag: Grundrisse und Verkaufspreise liegen noch nicht vor, und wir nennen keine Zahlen, die wir später korrigieren müssten. Sobald es konkrete Unterlagen gibt, melden wir uns bei den vorgemerkten Personen zuerst.

Kontakt

Sie möchten mehr erfahren?

Ob Sie sich für eine Wohnung interessieren, den Entwicklungsprozess verfolgen möchten oder mit uns über den Standort sprechen möchten: Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Interessierte werden in der Reihenfolge ihrer Kontaktaufnahme berücksichtigt.

Filippo Cibolini

Ansprechperson

info@oldforyoung.ch